IGZ tagt in Potsdam

Zahnarzt/ärztin in freier Niederlassung vor dem Ende?

 

Am Sonnabend den 02.04.2016 fand die diesjährige Hauptversammlung der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände Deutschland in Potsdam statt. Die Zukunft der Versorgungsstrukturen im zahnmedizinischen Bereich war dabei ein wichtiger Gegenstand der Diskussionen.

Die Ausbreitung der medizinischen Versorgungszentren und großen Berufsausübungsgemeinschaften, ebenso wie die Vorstellungen der neuen Generationen von Zahnärztinnen und Zahnärzten von der richtigen Balance zwischen Erwerbsleben und Lebensqualität stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Auch ist es schwierig, Nachwuchs für die Verbände und Körperschaften zu finden. Der mögliche Schaden für unsere GOZ durch die neue GOÄ war ein weiteres Thema, ebenso wie die Bestrebungen aus der Europäischen Union, alle Gebührenordnungen zu schleifen. Die Delegierten der IGZ waren sich darüber einig, dass unser duales System in der Krankenversicherung zwar renovierungsbedürftig ist, aber erhalten werden muss, und dafür unsere Gebührenordnungen unerlässlich sind.

In der weiteren Diskussion wurde festgestellt, dass auch die jungen Zahnärzte(innen) in der Mehrheit in die Niederlassung streben. Eine längere Periode der Tätigkeit als Angestellte(r) geht dem oft voraus, auch lassen sich seit Jahren viele junge Zahnärzte(innen) in Gemeinschaftspraxen nieder, aber das Basismodell unserer Versorgungslandschaft bleibt uns auf längere Sicht doch erhalten. Um diese Kolleg(inn)en  die Mitarbeit in den Körperschaften und Verbänden zu gewinnen, müssen wir unsere Kommunikationswege überdenken, die Hierarchien flacher strukturieren und die Prozesse neu gestalten. Und dabei sollte uns die neue Generation am besten selbst sagen, wie es besser gehen könnte.

Die Versammlung leitete der Vorsitzende der IGZ e.V. Herr Dr. Eric Banthin aus Hamburg. Von Seiten des VNZ LB nahmen der Vorsitzende Herr Sven Albrecht und Herr Dr. Eberhard Steglich an der Versammlung teil. 

Die vollständige Pressemitteilung lesen sie hier: Pressemitteilung IGZ 2016